Januar

Mit dem Januar ist das ja so eine Sache. Irgendwie kommt er mit Pauken und Trompeten, mit Feuerwerk, guten Vorsätzen, noch ein wenig Weihnachtsglanz und Partykonfetti auf den Schultern – und dann ist er auch einfach nur ein Monat wie jeder andere. Mit eigenen Aufgaben, Hoffnungen, Höhepunkten und Herausforderungen.
Ich finde das meistens zunächst ziemlich ernüchternd, vor allem in Kombination mit dem Gedanken, dass wieder ein Jahr vorbei ist und wie schnell das wieder mal gegangen ist (ja, ich weiß…).
Aber dann wieder fühlt es sich auch wieder gut und tröstlich an. Es geht weiter. Ich bin immer noch da und darf das alles erleben. Schweres wie Krankheit, Konflikte, Trauer über Abschiede, aber auch Genuss, Highlights, gute Bücher und Filme und andere Anregungen und – wichtiger als alles andere – Beziehungen zu Menschen, die mir etwas bedeuten und ich ihnen auch.
Und das alles in dem Wissen, dass ich in Gottes Hand bin und nicht tiefer fallen kann.
Wenn ich so auf das neue Jahr schaue, dann bin ich erwartungsvoll, empfinde Vorfreude und Hoffnung, auch wenn gerade nichts Spektakuläres passiert oder in Aussicht ist.
Ich bin dankbar für das Gleichmaß meines Alltags im Moment, freue mich an Kleinigkeiten und empfinde wieder ganz stark, dass das „Kleine auch schön ist“.

 

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen